Leser stellen verschiedene Anforderungen an einen Text.
Er soll zum Einen informativ sein und die wichtigsten Punkte des Sachverhaltes enthalten, über den sich der Leser erkundigen will.
Dafür ist es wichtig, dass sich der Leser leicht in der Publikation zurechtfinden kann. Wie hier zu erwähnen ist, sind Register, Inhaltsverzeichnis und Glossar unverzichtbare Hilfen dafür.
Ein Text soll aber nicht nur informativ sein, er soll auch die Aufmerksamkeit des Lesers erregen und diese auch aufrechterhalten, wenn das Kapitel schon etwas fortgeschritten ist.

Der Text muss also immer zum Weiterlesen anregen, er sollte neugierig machen auf den beschriebenen Sachverhalt und sollte weiterhin dazu anregen, doch auch noch das nächste Kapitel zu lesen, selbst, wenn es nicht unbedingt etwas mit dem Thema zu tun hat, über das sich der Leser schlau machen wollte.
Leser wollen zudem nicht mit Fach- und Fremdwörtern „zugeschüttet“ werden.
Ein Text soll verständlich sein und auch ohne größeres Fachwissen lesbar sein. Dazu an anderer Stelle mehr.
Doch auch wenn die Wörter, die allgemeinverständlich sind, in einem Text verwendet werden sollen, so wird seitens des Lesers doch schnell das Urteil über den Autoren gefällt, dass er intellektuell vielleicht etwas weniger bewandert ist, wenn er sich gar zu einfach ausdrückt.
Es gibt daher die Faustregel, dass ein Text zu etwa zwei Dritteln aus den Wörtern bestehen sollte, die dem aktiven Wortschatz angehören und somit nahezu jedem verständlich sind und zu einem Drittel mit Wörtern versehen wird, die aus dem passiven Wortschatz stammen.
Ein Text ist so immer noch verständlich und wirkt aber etwas gehobener im Ausdruck. Leser möchten allgemein keinen Text lesen müssen, der „gestelzt“ wirkt, was mit der eben genannten Faustregel gut umgangen werden kann. |