Natürlich gilt immer noch die Regel, dass ein Text möglichst kurz und knapp gehalten werden sollte und neben den rein sachlichen Informationen auf unnötige Zusätze verzichten sollte.
Das gilt besonders für abstrakte Texte, wie Gebrauchsanleitungen oder Texte mit juristischem Inhalt.

Gefühle durch richtige Wortwahl im Text erzeugen
Doch bei allen anderen Texten muss auch bedacht werden, dass die Gefühle des Lesers immer dabei sind und diese kann der Autor durch entsprechende Wortwahl aktiv beeinflussen.
Trifft der Text die Motivation des Lesers oder beschäftigt er sich mit den Interessen desselben, so ist es nicht schwer, Gefühle durch Sprache zu erzeugen.
Ein Texter hat zum Beispiel die Möglichkeit, einen Leser zum aktiven Mitdenken zu bewegen. Einfachstes Mittel dazu ist die Rhetorische Frage.
Beispiele zur Veranschaulichung eines Sachverhaltes, die aus dem Leben gegriffen sind, können ebenfalls dazu beitragen, die Gefühle des Lesers zu wecken.
Man könnte also sagen, dass die rein sachlichen Informationen eines Textes in einen Zusammenhang gebracht werden sollten, der den Leser anspricht. Vordergründig werden in solchen Texten immer nur die Informationen geliefert, aber im Unterton des Gesagten schwingt eine Aussage mit.
Durch die richtige Wortwahl soll vor allem das Interesse des Lesers geweckt werden, ist dies erst einmal vorhanden, so ist es für den Autor nicht mehr allzu schwer, den Text mit inhaltlichen Aussagen zu versehen, die die Gefühle des Lesers ansprechen.
Emotionale wissenschaftliche Texte
Lange Zeit war es verpönt, vor allem in wissenschaftlichen Texten die emotionale Ebene anzusprechen.
Auch wenn es heute noch so ist, dass mit Sicherheit niemand an Mitleid oder ein anderes soziales Gefühl appelliert, wenn er eine wissenschaftliche Abhandlung anfertigt, so ist doch auch in diesen eine „emotionale Wende“ erkennbar.
Der Leser wird auch dabei zum Mitdenken angeregt und soll den Text mit Erfahrungen aus seinem Alltag oder seinem Berufsleben verbinden können.
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