Es gibt eine Vielzahl von Ratgebern, die Tipps für den richtigen Gebrauch von Wörtern und damit letzten Endes für eine gute Stilistik geben.
Doch die Frage, was richtig und was in einem speziellen Falle angebracht ist, ist nicht immer leicht zu beantworten.

Ratgeber für Stilistik
Denn die Ratgeber zur Stilistik versuchen teilweise weis zu machen, dass nur auf eine Art und Weise geschrieben werden darf, was schließlich nicht stimmt.
Auch wenn die vorgeschlagene Schreibweise möglicherweise korrekt ist, kann sie dennoch nicht immer angewendet werden, da sie beispielsweise zu kompliziert oder bereits als antiquiert anzusehen ist.
Doch dazu muss der Texter wissen, dass sich die Sprache ändert, heutige sprachliche Mittel werden anders eingesetzt, als zum Beispiel noch vor fünfzig oder sechzig Jahren.
Stilistiken müssen also ständig überarbeitet und an die neuen Gegebenheiten in der Sprache angepasst werden, um wirkliche Ratgeber zu sein.
Der Textstil muss sich am Leser orientieren
Der richtige Stil im Text, der von Fall zu Fall, beziehungsweise von Text zu Text, unterschiedlich sein kann, muss sich am Leser orientieren.
Er kann durchaus extravagant sein, abgehoben klingen oder als sehr einfache Sprache erscheinen.
Auch hier hilft wieder die Leseranalyse. Wenn sich der Texter darüber im Klaren ist, für wen sein Text eigentlich gedacht ist, kann er den Stil seines Schreibens entsprechend anpassen.
Jüngere Leser halten oftmals nicht viel von der Sprache, die vor einigen Jahrzehnten angewendet wurde, während ein Text, der für einen Senioren bestimmt ist, durchaus in einer solchen Sprache erscheinen kann.
Zielgruppe und Stilistik des Textes müssen zusammenpassen
Wer als Texter nicht weiß, wer seine Zielgruppe ist, der sollte die Stilistik der Arbeit so wählen, dass er eine gut verständliche, gehobene, aber nicht zu extravagante Sprache verwendet.
Schließlich entscheidet auch der Stil eines Textes darüber, ob dieser überhaupt gelesen wird.
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